
Venezia 1920 - Peggy
Peggy Guggenheim, eine vielseitige Frau, Wahlvenezianerin, eine feine Kunstkennerin und Interpretin eines einzigartigen Stils und einer eleganten Ausstrahlung: Diese „Essenz“ wurde in das Parfum übersetzt, das Venezia1920 ihr widmet.
Eine geflüsterte Eleganz, leicht und doch präsent, samtig wie Kaschmir, langanhaltend.
Ich drehte mich um, und plötzlich waren die Wände mit kraftvollen Gemälden gefüllt, die vor Energie und Farbe brannten, und die Wände schienen zum Leben zu erwachen, pulsierend wie Kreaturen. Ich drehte mich voller Staunen zu ihr um; als Antwort deutete sie auf die andere Seite des Raumes. Ich drehte mich scharf um: Beleuchtete, dynamische, atemberaubende Skulpturen bevölkerten nun die Wände, und ein großes Fenster füllte den Raum mit Licht, das zu vibrieren schien. "War es schon immer hier, all diese Schönheit?", fragte ich sie. "Wie konnte ich sie übersehen?" Sie sah mich an und lächelte. Sie sagte etwas davon, von den Besten zu lernen und immer an die eigenen Ideen zu glauben, aber ich erinnere mich nicht mehr genau an die Worte. Draußen vor dem Fenster glaubte ich für einen Moment, New York zu sehen, und plötzlich roch ich einen wundervollen Duft.
Im Traum weiß ich, dass dieses Parfüm Peggy heißt. Zuerst ist da ein heller Weihrauchduft, der ihr wie eine Welle von Charisma vorausgeht. Ich bin etwas eingeschüchtert, aber ich fasse Mut und trete näher, und jetzt rieche ich deutlich die Intensität der üppigen Sandelholznoten, die sanfte Eleganz des Guajakholzes, ich rieche Atlaszeder und die innere Stärke von jemandem, der trotz aller Einwände an seine eigene Intuition glaubt. Noch ein Schritt, und da kommt die abgerundete Süße von Ambernoten, so sanft und intensiv wie die Leidenschaft für Kunst, und die unwiderstehliche Wonne von Moschus, so faszinierend wie jemand, der sein eigenes Leben zu einem Kunstwerk gemacht hat.